»Fremd im eigenen Land« – so beschreiben viele Sinti ihre Situation im Nachkriegsdeutschland. Die Sinti und Roma, die den Holocaust in Niedersachsen überlebt hatten oder nach Niedersachsen als ihrer alten Heimat zurückgekehrt waren oder hier eine neue Heimat gefunden hatten, erlebten, dass die Diskriminierung und Ausgrenzung durch die Behörden und die Bevölkerung und die oft willkürliche und demütigende Behandlung durch die Polizei und die Ordnungsämter weiter bestand. Erst ab den 1970er Jahren – unterstützt durch die Bürgerrechtsbewegung der Sinti und Roma und durch das zivilgesellschaftliche Engagement bürgerlicher Gruppen –besserte sich allmählich ihre rechtliche und gesellschaftliche Position, während ihre wirtschaftliche Situation weiterhin prekär blieb. Diese Entwicklung wird am Beispielder Sinti – Gemeinschaften in Hildesheim, Stade, Braunschweig, Leer und weiterenniedersächsischen Orten nachgezeichnet. Ein eigenes Kapitel über die Roma in Niedersachsen ergänzt die Darstellung. Die Ausstellung bietet die erste zusammenfassende Darstellung der Geschichte der Sinti und Roma eines Bundeslandes vom Ende der NS-Zeit bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts.
Fremd im eigenen Land

Umfang
Die Ausstellung besteht aus 23 Tafeln (100cm x 80cm), die an Fäden gehängt werden können, es ist also kein Anbohren notwendig.
Kontakt
Sprechen Sie uns gern für pädagogische Begleitprogramme, Vorträge oder Workshops und Führungen an, wenn Sie eine der Ausstellungen bei uns entleihen möchten. Auch berufsspezifische Formate sind möglich.
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