Das Projekt „Mit Haltung gegen institutionellen Antiziganismus in Verwaltung und kommunaler Praxis“ wird im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert und vom Verband Deutscher Sinti Niedersachsen in Kooperation mit dem Institut für Bildung, Forschung und Qualifizierung e. V. (IBFQ) sowie dem Institut für Didaktik der Demokratie der Leibniz Universität Hannover umgesetzt.
Ziel des Projekts ist es, Mitarbeitende von Verwaltungen, Behörden und weiteren öffentlichen Institutionen für die Auswirkungen von Antiziganismus zu sensibilisieren und Handlungskompetenzen für einen diskriminierungskritischen und gleichberechtigten Umgang mit Angehörigen der Minderheiten der Sinti und Roma zu stärken.
Der Verband Deutscher Sinti Niedersachsen verfügt über langjährige Erfahrung in der Konzeption und Durchführung von Fortbildungsangeboten zu den Themen Antiziganismus, Minderheitenrechte, Antidiskriminierung und demokratische Teilhabe. Die im Projekt eingesetzten Dozierenden verbinden wissenschaftliche Erkenntnisse mit den Perspektiven und Erfahrungen der Community und schaffen so einen praxisnahen Zugang zu den behandelten Themen.
Seit 2024 beinhaltet das Projekt zudem den innovativen Lernansatz der „Z-Projektion“. Dieses communitybasierte Bildungs- und Reflexionskonzept unterstützt Teilnehmende dabei, Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma zu identifizieren, kritisch zu analysieren und bestehende Vorurteile sowie diskriminierende Denkmuster zu dekonstruieren. Der Ansatz fördert die Auseinandersetzung mit institutionellen Strukturen ebenso wie die Reflexion eigener Wahrnehmungen und Handlungsmuster.
Das Konzept ist in seiner Grundstruktur erprobt und bewährt. Gleichzeitig werden alle Fortbildungen individuell an die Bedürfnisse, Aufgabenfelder und Fragestellungen der jeweiligen Institution angepasst. Dadurch können sowohl allgemeine Grundlagen vermittelt als auch spezifische Herausforderungen einzelner Arbeitsbereiche gezielt aufgegriffen werden.
Die hohe Praxisrelevanz und Akzeptanz unseres Ansatzes spiegeln sich in einer Vielzahl erfolgreich durchgeführter Fortbildungen wider. In den vergangenen Jahren haben wir unter anderem Mitarbeitende der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung, des Kommunalen Sozialdienstes der Landeshauptstadt Hannover, verschiedener Fachbereiche der Stadtverwaltung Hannover, der Zentralen Polizeidirektion Hannover, weiterer Polizeidienststellen sowie freier und öffentlicher Träger der Kinder- und Jugendhilfe geschult. Die Rückmeldungen der Teilnehmenden bestätigen regelmäßig die hohe fachliche Qualität, Praxisnähe und Relevanz der vermittelten Inhalte.
Im Rahmen des Projekts werden praxisorientierte Fortbildungen, Workshops und Seminare angeboten. Die Veranstaltungen vermitteln Grundlagenwissen zur Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus, beleuchten Formen institutioneller Diskriminierung und zeigen Möglichkeiten auf, wie Verwaltungen und Institutionen diskriminierungssensible Strukturen fördern und Chancengleichheit stärken können.
Als niedrigschwelligen Einstieg in das Themenfeld stellen wir zudem einen kostenlosen MOOC (Massive Open Online Course) zur Verfügung. Der Online-Kurs ermöglicht Interessierten eine erste Auseinandersetzung mit den Themen Antiziganismus, Vorurteile und institutionelle Diskriminierung. Die Einrichtung eines Nutzerkontos ist erforderlich, jedoch kostenlos.
Der MOOC ersetzt keine vertiefende Fortbildung oder Präsenzveranstaltung. Vielmehr dient er als Einführung und Vorbereitung auf weiterführende Seminare, Workshops und Qualifizierungsangebote.
Online-Kurs
Der Online-Kurs ist hier erreichbar:
Die Fortbildungen richten sich insbesondere an Mitarbeitende kommunaler Verwaltungen, Sozial- und Bildungsinstitutionen, Jobcenter, Wohnungsunternehmen sowie weitere Akteurinnen und Akteure des öffentlichen Sektors, wie Polizei, Bundeswehr, Feuerwehr oder KiTas.
Unsere Seminare werden bedarfsorientiert gestaltet und können in Umfang, Schwerpunktsetzung und Methodik an die jeweiligen Arbeitsfelder und Herausforderungen der anfragenden Institution angepasst werden.
Fortbildungen anfragen
Interessierte Behörden, Institutionen und Organisationen können Fortbildungen und Informationsveranstaltungen direkt über den Verband Deutscher Sinti Niedersachsen anfragen.
Jill Strüber (Bildungsreferentin)
E-Mail: jill.strueber@sinti-verband-niedersachsen.de



